Archiv für die Kategorie „Linux/Ubuntu“

Videos aus der ZDF Mediathek downloaden mit Ubuntu Linux

Montag, 6. Juli 2009

Die Mediathek ist ein schöner Service des ZDF wo man sich bestimmte Sendungen online anschauen kann.

Wenn man nun aber eines der Videos runterladen will um es später vielleicht irgendwo unterwegs anzuschauen, muss man sich schon selber zu helfen wissen.

Zum Glück gibt es ein nettes kleines Programm unter Linux namens mimms (mimms mms stream downloader). Damit ist es möglich die Streams der ZDF Mediathek im WMV Format herunterzuladen:

Zuerst muss man mimms installieren. Dies geht recht einfach, da sich das Programm schon in den Paketquellen von Ubuntu befindet:
sudo aptitude install mimms

Danach geht man im Browser auf die ZDF Mediathek und klickt auf den Videobeitrag, welchen man später runterladen will.

Hier klickt man auf das RSS-Symbol (siehe Bild unten)

Mediathek-RSS

Danach kopiert man den RSS-Feed Link (siehe Bild unten) und öffnet diesen Link in einem neuen Tab:

RSS

Nun sollte man eine Feed-Seite mit den verschiedenen Sendungen sehen. Dort kann zu jeder Sendung entweder eine .mov oder eine .asx Datei runtergeladen werden.

Wir laden die .asx Datei herunter und öffnen sie mit dem Texteditor. Dort sehen wir dann die Adresse des wmv-Videofiles, welche die Form mms://………….wmv hat. Diesen Link kopieren wir.

Nun können wir im Terminal mittels mimms die Datei runterladen:

mimms mms://.............wmv Dateiname.wmv

Nun heisst es warten. Das Videofile wird dann im Home Verzeichnis unter dem oben selbstgewählten Dateinamen gespeichert.

Lange Ladezeiten bei Liferea

Donnerstag, 25. Juni 2009

Beim beliebten Feedreader Liferea tritt unter Ubuntu Jaunty mit Ext4 manchmal ein Bug auf, welcher sehr lange Ladezeiten und ewiges Updaten der Feeds verursacht. Mehr dazu im Bugreport auf Launchpad.

Um diesen Bug zu umgehen muss folgendes gemacht werden:

Folgendes im Terminal eingeben:
cd /usr/src
sudo mkdir libfsync
cd libfsync/
sudo gedit libfsync.c

In die leere Datei folgendes einfügen:
int fsync (int fd) {
return 0;
}

Danach wieder im Terminal folgendes:
sudo gcc -Wall libfsync.c -o libfsync.so -shared -fPIC -Wl,-soname,libfsync.so

Nun Liferea neustarten und es müsste wieder flüssig laufen.

Falls dies noch nicht der Fall ist, evtl. folgendes im Terminal eingeben:
sudo gedit /usr/bin/liferea

Und hier dies hier unter die Zeile “dist_bin=/usr/bin” einfügen, falls nicht schon vorhanden:
export LD_PRELOAD=/usr/src/libfsync/libfsync.so

Adobe Air unter Ubuntu

Mittwoch, 13. Mai 2009

Mit Adobe Air hat die Firma Adobe eine plattformunabhängige Laufzeitumgebung geschaffen,mit welcher kleine Internet Applikationen für den Desktop laufen lassen kann.

Um Adobe Air unter Ubuntu zu installieren läd man sich zuerst die Installationsdatei hier runter: http://get.adobe.com/de/air/

Danach wechselt man im Terminal in das Verzeichnis wo man die AdobeAIRInstaller.bin Datei gespeichert hat und gibt folgenden Befehl ein um die Datei ausführbar zu machen:
chmod +x AdobeAIRInstaller.bin

Danach startet man den Installer im gleichen Terminal mit diesem Befehl:
sudo ./AdobeAIRInstaller.bin

Wenn man alles richtig gemacht hat, sollte der Installer starten und Adobe Air kann installiert werden.

Danach kann man sich ein beliebiges Air Programm herunterladen und mit Doppelklick installieren.

Das Deinstallieren von Air Apps ist leider noch nicht so komfortabel:

Im Terminal (wobei man “Progrmm” mit dem Programmnamen ohne die Klammern ersetzt):
dpkg --list | grep -i "Programm"

Dies listet einem den Vollständigen Programmnamen auf, welcher unten zum Deinstallieren eingesetzt wird.

Zum Deinstallieren:
sudo dpkg -r "Programmname"

Beispiel für das Programm “Bee”:
dpkg --list | grep -i bee

In diesem Beispiel erhält man dann diese Ausgabe:
ii com.adobe.air.samples.bee.419d633a757e8b26dd2bdb301927ba7ba7490f38.1 1.2

Den hier dick markierten Textteil kopiert man und fügt ihn in den Befehl zum Deinstallieren ein:
sudo dpkg -r com.adobe.air.samples.bee.419d633a757e8b26dd2bdb301927ba7ba7490f38.1

OpenOffice 3.1 in Ubuntu Jaunty

Dienstag, 12. Mai 2009

Seit dem 06.05.2009 ist OpenOffice in der Version 3.1 erschienen. Da Ubuntu Jaunty mit Version 3.0 ausgeliefert wurde, wird es wohl erst im nächsten Release von Ubuntu mit dabei sein.

Für solche, die nicht warten können gibt es natürlich wieder eine Fremdquelle, mit welcher man sein OpenOffice auf den neusten Stand bringen kann ;) .

Folgendes im Terminal eingeben:
sudo gedit /etc/apt/sources.list

Dann diese Zeile ans Ende der Datei hängen und abspeichern (das Ganze geht natürlich auch ohne Terminal über “Software-Quellen”):
deb http://ppa.launchpad.net/openoffice-pkgs/ppa/ubuntu jaunty main

Danch muss noch der GPG-Key hinzugefügt werden:
Auf diesen Link Rechtsklick -> “Ziel speichern unter…”

Am besten auf dem Desktop speichern. Dieser GPG-Key wird nun bei System->Systemverwaltung->”Software-Quellen” unter Authentifizierung hinzugefügt.

Nun kann man durch die Updatefunktion von Ubuntu auf die neue OpenOffice Version wechseln.

Da das deutsche Sprachpakt momentan (12.5.09) noch nicht enthalten ist, muss man es sich hier herunterladen und nachinstallieren.

VLC zwei-Fenster-Bug in Ubuntu Jaunty

Dienstag, 12. Mai 2009

Nach dem Upgrade von Ubuntu Intrepid 8.10 auf Jaunty 9.04 tritt beim beliebten VLC-Player ein etwas nerviger Bug auf, welcher den Player in 2 seperaten Fenstern laufen lässt.

Da es bis jetzt noch keinen Bugfix dafür gibt, muss man den VLC mit einer Fremdquelle auf die Vorabversion 1.0.0-pre2 updaten:

Folgende Paketquelle unter System->Systemverwaltung->Software-Quellen bei “Software von Drittanbietern” hinzufügen:
deb http://ppa.launchpad.net/kow/ppa/ubuntu jaunty main

Danach muss nur noch im Terminal der GPG-Key hinzugefügt werden:
sudo apt-key adv --recv-keys --keyserver keyserver.ubuntu.com 2F021AC1

Zum Schluss startet man die Akualisierungsverwaltung, prüft nach Updates und nun müsste ein Update für den VLC-Player erscheinen, welchen man dann installiert.

Wenn alles geklappt hat, läuft VLC wieder im gewohnten ein-Fenster-Look ;-) .

Backups in Ubuntu mit “Back in Time”

Sonntag, 21. Dezember 2008

Back In Time HauptmenüKürzlich bin ich auf ein nettes Backup-Tool namens “Back in Time” für Ubuntu gestossen. Dabei handelt es sich im Prinzip um nichts anderes als eine grafische Oberfläche für das Backup-Skript rsync. Somit stellt es auch eine schöne Alternative zu den anderen Backup-Programmen wie TimeVault oder Flyback dar. Das Projekt ist noch relativ jung und der Entwickler bastelt auch fleissig daran rum, weshalb es auch fast jede Woche eine neue Version gibt. Einen Blick ist es auf alle Fälle wert. Ich setzte  Back in Time bei mir zuhause ein und bin bis jetzt sehr zufrieden damit.

Back in Time ermöglicht es einem fest zu legen, welche Ordner und Dateien man sichern möchte und auch wohin man diese speichern will (z.B. auf einer externen Festplatte). Des Weiteren ist es möglich die Backups automatisch in regelmässigen Abständen machen zu lassen. Back in Time kopiert aber nicht einfach die Ordner. Es schaut was sich seit dem letzten Backup verändert hat und sichert nur die neuen, bzw. geänderten Daten. Somit nimmt die Sicherung nicht so viel Speicherplatz in Anspruch, doch trotzdem hat man mehrere Wiederherstellungs-Punkte.

Back in Time EinstellungenDas Programm ist relativ simpel gehalten und einfach zu bedienen. In der Hauptansicht finden sich 3 Spalten. In der Linken Spalte hat man die Zeitleiste, eine nach Datum sortierte Übersicht über die Speicherpunkte (Snapshots). In der Mittleren Spalte lässt sich zwischen den Ordnern navigieren und in der rechten Spalte sind die Dateien aufgelistet.

Auch die Einstellungen sind eigentlich selbsterklärend. Zudem gibt es das Programm komplett auf deutsch.

Downloaden kann man sich das Programm als .deb-Paket hier.

Auf der Webseite des Entwicklers gibt es weitere Screenshots und Infos zu Features & Bedienung:
http://backintime.le-web.org/

DVDs rippen unter Ubuntu mit Handbreake

Donnerstag, 13. November 2008

Gute und einfache DVD-Rip Programme gibt es unter Ubuntu einige.

Doch bis jetzt hat mich vor allem HandBreake durch seine Geschwindigkeit überzeugt. Von Haus aus gibt es Handbreake unter Linux noch nicht mit einer grafischen Oberfläche. Allerdings gibt es einen relativ einfachen Weg Handbreake mit GUI selber zu Compilieren:

  1. ffmpeg aus den Ubuntuquellen deinstallieren, falls es überhaupt installiert ist:

    sudo aptitude remove ffmpeg

  2. Medibuntu-Paketquellen nach dieser Anleitung hinzufügen (GPG-Schlüssel nicht vergessen!)
  3. nun ffmpeg installieren

    sudo aptitude install ffmpeg

  4. Abhängigkeiten installieren:

    sudo aptitude install automake build-essential jam libdvdcss2-dev libtool subversion zlib1g-dev libbz2-dev dvdbackup xmlto texinfo g77 gfortran libgtk2.0-dev nasm doxygen libsdl1.2-dev gfortran-multilib gcc-multilib g++-multilib libesd0-dev libgtk1.2-dev libfftw3-dev electric-fence libx264-dev libx264-57 x264 libtheora-dev intltool gettext libgtk2.0-dev libglib2.0-dev libhal-storage1 libhal-storage-dev libhal-dev

  5. Yasm hier herunterladen und installieren
  6. Handbreake installieren:

    svn co svn://svn.handbrake.fr/HandBrake/trunk HandBrakesvn co

    cd HandBrake

    ./configure

    jam

    cd $HOME/HandBrake/gtk

    ./autogen.sh

    make

    sudo make install

  7. Fertig! Wenn alles geklappt hat, kann man HandBreake nun unter Anwendungen->Unterhaltungsmedien finden

EDIT: Seit kurzem gibt es jetzt auch eine offizielle Linux-Version von Handbrake mit grafischer Oberfläche. Somit kann man sich diese Anleitung jetzt sparen ;) .

VPN an der Uni Basel mit Ubuntu 8.10

Freitag, 7. November 2008

VPN mit Linux ist so eine Sache. Auf der Internetseite der Uni Basel wird beschrieben, wie man sich mit dem CiscoVPN Client unter Linux einloggen kann. Allerdings hat der Client von Cisco drei grosse Nachteile:

  1. Er hat keine grafische Oberfläche -> umständliche Bedienung
  2. Funktioniert mit neuen Kerneln nicht besonders gut -> muss gepatcht werden
  3. Nicht quell-offen

Gut, der 3. Punkt ist in meinen Augen weniger schlimm, aber alle guten Dinge sind ja bekanntlich 3 ;)

Zum Glück gibt es aber eine einfache Alternative: vpnc

Das aktuelle Ubuntu Intrepid Ibex (8.10) bietet mit seinem Network-Manager eine einfache, grafische Möglichkeit sich mit dem Uni-Netzwerk zu verbinden.

  1. vpnc installieren: Entweder über Synaptic oder die Konsole: sudo aptitude install network-manager-vpnc
  2. Network-Manager -> VPN-Verbingungen -> VPN konfigurieren…
  3. -> Importiern: hier kann man die Datei UniBasel.pcf importieren, welche sich im Archiv vom Cisco Client der Uni Basel für Linux befindet

    http://www.mobile.unibas.ch/download/vpn/

  4. Dann kann man unter bearbeiten noch seinen Benutzernamen, das Passwort und das Gruppen Passwort eingeben.
  5. Das Gruppenpasswort ist verschlüsselt:
    B82FD7FF53F21B38104EE3BD0A4474BB6A907524EE8D2D6848512BDD966911506C572EC571C246C960094BC42BE80ED9695A7BB121E96166
  6. Entschlüsseln lässt es dann hier
    (das Passwort erscheint dann ganz unten bei “clear:”)
  7. Das entschlüsselte Passwort setzt man nun ein und Fertig
  8. Jetzt kann man sich bequem im Network-Manager unter “VPN-Verbindungen” verbinden